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Staffelgold für die Deutschen Damen – Staffelbronze für die Herren
Gera, 26. Juli. Es ist schon ein Phänomen – gegen Ende der Meisterschaft laufen die deutschen Speedskater immer zu Höchstform auf. „Wäre schön, wenn die Meisterschaft mal so erfolgreich beginnen könnte, wie sie immer endet,“ äußerte Marion Kießling, langjährige Bundestrainerin der deutschen Speedskater, am Ende der Straßenwettkämpfe. 1x Gold und 1x Silber hatte das deutsche Team am Samstag bereits gewinnen können, man durfte gespannt sein, ob in den Staffelwettbewerben noch weitere Medaillen dazu kommen würden. Die Damen wollten es wissen. Noch auf einer Euphoriewelle schweben – 30 Minuten zuvor hatte Sabine Berg Gold gewonnen – und dem Willen die verpatzte Staffel von der Bahn besser zu laufen, gingen Tina Strüver, Jana Gegner und Sabine Berg auf die 5.000 m. Immer auf den vorderen Plätzen positioniert – ständig auf Angriffe der Gegner reagierend – und selber beherzt agierend – setzten sich die Damen gekonnt gegen die Konkurrenz durch. Aufgrund einer taktisch cleveren Fahrweise konnte Sabine Berg als erste auf die alles entscheidende letzte Runde gehen. Mit einem fulminanten Endsprint gelang es Sabine Berg diese Position bis uns Ziel zu halten – erneut Gold für sie und ihre Mannschaft.
Für die Herren gab es ein versöhnliches Ende. Die Langstreckenspezialisten blieben während der Meisterschaft hinter ihren Erwartungen zurück – viel Pech, vor allem bei der Bahnstaffel, war im Spiel. Getrieben vom Willen doch noch eine Medaille mit nach Hause zu nehmen kämpften Pascal Ramali, Nico Wieduwilt und Felix Rijhnen wie sie bisher noch nicht während dieser Meisterschaft gekämpft hatten. Alle Kraft schienen die drei in dieses letzte Rennen auf der Straße zu investieren. Nico Wieduwilt wurde auf Platz 2 liegend auf die letzte Runde geschickt. 200 m vor dem Ziel war es ein Spanier, der Nico Wieduwilt unfair am Trikot zog und dem Deutschen somit den Schwung nahm. Auf der Zielgerade fehlte genau diese geraubte Kraft – erneut Platz 4 für Deutschland. Man kann die Enttäuschung nur schwer beschreiben, die der Deutschen Mannschaft und den Fans ins Gesicht geschrieben war. Doch dann die Durchsage des Sprechers Uwe Berg: "Deplatzierung des spanischen Teams aufgrund eines Fouls an Nico Wieduwilt hinter das deutsche Team." Das bedeutete Platz 3 für Deutschland – endlich die ersehnte Medaille – Jubel- und Begeisterungsstürme bei den Athleten und den Zuschauern. „Wie hatten schon nicht mehr daran geglaubt, wir waren so enttäuscht, kaum zu beschreiben wie glücklich wir jetzt mit der Bronzemedaille sind,“ so die drei Staffelläufer nach der Siegerehrung im Interview.
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