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Geschichte des Inlineskatings
Vom Schlittschuh über den Rollschuh zum Inline-Skate
Die Geschichte des Inline- und Rollsports ist unweigerlich mit dem Eislaufen verbunden. Die Erfindung der Inline-Skates war ein mehr als 200 Jahre dauernder Versuch, Schlittschuhe für den Sommer zu konstruieren.
Chronik:
| 1000 v. Chr. | Die ersten Schlittschuhe: Skates aus Knochen. |
| ab dem 16. Jhd. | Schlittschuhlaufen ist inFrankreich, England und den Niederlanden eine |
| Anfang 18. Jhd. | Ein unbekannter Holländer montiert Holzspulen an einen Holzblock und nennt sie "Skeelers", die noch heute übliche Bezeichnung für Speedskates in den Niederlanden. |
| 1760 | Der Belgier Josef Merlin aus Huy erfindet die ersten Rollschuhe - Vorläufer der heutigen Inline-Skates. Bei der ersten Vorführung der Schuhe am englischen Königshof wird jedoch das Manko der Schuhe ersichtlich: Sie haben keine Bremsen und der Erfinder landet unsanft in einem wertvollen Kristallspiegel. |
| bis ins 19. Jhd. | Erfinder und Tüftler aus verschiedenen Ländern basteln weiter an der Idee des gleitenden Rollens und präsentieren immer wieder neue Rollschuhe, mit mehreren hintereinander unter einem Schuh angeordneten Rollen. Erfolgreich wurde jedoch keine der Konstruktionen, da sie alle schwer steuerbar wareb und über keinen Bremsmechanismus verfügten. |
| 1819 | Das erste Patent für Rollschuhe wird für Mr. Petitbled in Frankreich eingetragen. Seine Rollschuhe entpuppten sich allerdings als Flop, da sie nur schwer manövrierbar sind. |
| 1863 | Der New Yorker James Leonard Plimpton lässt sich den ersten beweglichen Rollschuh patentieren und sorgt so für eine lange Zeit für das Aus der Inline-Skates. Er stellt einen Rollschuh auf vier Rädern vor, zwei vorn, zwei hinten, an starren Achsen befestigt und hartgummigelagert. Dadurch werden die Skates drehbarer und können nun alles, was Schlittschuhe auch können. |
| bis 1866 | Plimpton baut mehrere Rollerskate-Bahnen in Europa und den USA. Seine Rollschuhe sind jedoch auschließlich für die Oberschicht gedacht. |
| 1866 | Plimptons Patente laufen aus, billigere Imitate drängen auf den Markt. Rollschuhe werden somit für Jedermann zugänglich. |
| 1880 | Rollschuhlaufen ist ein populäres Freizeitvergnügen in den USA und in Europa. |
| 1884 | ständige Verbesserungen der Rollschuhe führen zum ersten Patent für Kugellager, die für Rollschuhe eingesetzt werden, wodurch die Rollschuhe noch wendiger und schneller werden. |
| 1909 | Erste Vereinsgründungen in Köln und Berlin. |
| 1910 | Gründung des Bundes der Deutschen Rollsportvereine in Leipzig. |
| 1911 | Erste Deutsche Meisterschaft im Rollkunstlauf und Rollschnelllauf in Stuttgart. |
| 1924 | Gründung des internationalen Rollsportverbandes "Federration Internationale de Patinage a`Rouelettes" (FIPR). 1947 wird der Name in "Ferderation Internationale de Roller-Skating" (FIRS) geändert. |
| 1937 | Erste Weltmeisterschaften im Rollkunst- und Rollschnelllauf in Monza, Italien. |
| 1938 | Erfindung von Plastikrollen, die die bis dahin üblichen Holzrollen ersetzen. |
| 1947 | Gründung des Deutschen Rollsportbundes (DRB). |
| 1949 | Der DRB wird Mitglied der FIRS. |
| 1950 bis 1970 | Deutschland dominiert die Weltmeisterschaften. |
| 1960 | die Firma Chicago Skate Company wendet sich wieder dem Prinzip Inline-Skate zu und stellt die ersten Skates her, bei denen der Schuh fest montiert ist. Der Schuh kann sich aufgrund mangelnder Standfestigkeit jedoch noch nicht durchsetzen. |
| ab 1970 | Rollschuhe werden mit Polyurethanrollen versehen und erhalten Stopper an der Schuhspitze. Dadurch sind sie den Skates der Chicago Skate Company weiter überlegen. |
| 1976 | Gründung des europäischen Rollsportverbandes. |
| Ende der 1970er | Das "Roller-Disco-Fieber" erobert die Rollschuhbahnen Amerikas und Europas und hält bis Mitte der 80er Jahre an. |
| 1979 | Der Eishockeyspieler Scott Olson entdeckt auf einem Flohmarkt einen Inline-Skate von der Chicago Skate Company und beginnt ihn zu perfektionieren. Er legt den Grundstein für den heutigen Inliner-Sport. Er montiert Polyuethanrollen, Fersenstopper und einen festen Schuh aus Kunststoff an den Schienen. So erhält der Schuh die fehlende Stabilität, die Rollen erhöhen die Geschwindig- und Wendigkeit. |
| 1980 | Die Brüder Olson gründen die Rollerblade Inc., den Firmennamen, unter dem die Inline-Skates ihren Siegeszug antreten. |
| 1984 | Rollerblade Inc. wird an Benetton Sportsystem verkauft.Die Inline-Skates werden nochmal überarbeitet und das erste erfolgreiche Modell wird produziert. |
| bis 1990 | Rollerblades verdrängen die Rollschuhe in fast allen Disziplinen. Die Speedskater steigen fast alle von Rollschuhen auf Inline-Skates um. |
| 1989 | Der Erfolg der Inline-Skates nimmt weiter zu. |
| 1991 | Die FIRS lässt Inline-Skates das erste Mal bei Rennen zu. |
| 1992 | Inline-Skating und Roller-Skating (Rollschuhlauf) werden als unterschiedliche Sportarten anerkannt. |
| 1993 | Mehr als 12 Millionen Skater in den USA. Begründet auch auf die beiden neu entstandenen Disziplinen "Aggressive-Skating" (Skates werden als Sportgerät genutzt, um über Hindernisse zu springen oder zu rutschen bzw. um in Halfpipes Sprünge zu zeigen) und "Fitness Skating" (Inline-Skating im Freizeitbereich). |
| 1994 | Inline-Skating ist die am schnellsten wachsende Sportart in den USA. Der Markt boomt, weitere Hersteller beginnen mit der Produktion. |
| 1995 | Mehr als 40 Hersteller produzieren Inline-Skates. |
| Ende der 1990er | Der Ausdauer- und Trainingsaspekt des Inline-Skatings rückt in den Vordergrund. Skater fahren verstärkt lange Strecken, der Inline-Marathon entwickelt sich. |
| 1999 | Erste Versuche, eine weltweite Rennserie zu etablieren starten. Mit dem Baden-Württemberg-Inline-Cup startet der erste Speedskate-Landescup in Deutschland. |
| 2000 | Unter dem Namen "FIRS Roller World Cup" startet die erste weltweite Speedskate-Rennserie. |
| 2001 | Die Skating-Nordliga ist die erste norddeutsche Rennserie. |
| 2002 | Mit der German-Blade-Challenge (GBC) startet die höchste deutsche Rennserie. Gleichzeitig gehen die Landescups Skating Nordcup und der Mitteldeutsche Skating Cup in ihre erste Runde. |
| 2003 | Der Weltcup wird in World Inline Cup (WIC) umbenannt. Der Landescup Bayern-Inline-Cup startet. |
| 2004 | Erste Saison des Hessen-Inline-Cups. |
| 2005 | Der Westdeutsche-Skating-Cup wird zum ersten Mal in Nordrhein-Westfalen ausgetragen. |
| 2007 | Der Inline-Skate-Markt ist eine Milliardenbranche. Nach den USA ist Deutschland mittlerweile das zweitwichtigste Inline-Land. |
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