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Die Fantribühne gehört uns

In der Ausgabe der Skate IN (April/Mai) wird die Vereinsaktion "Die Fantribüne gehört uns" vorgestellt. Gesucht wird der Verein, der mit der größten Fangemeinde zur Europameisterschaft im Speedskating (20.-27. Juli) nach Gera anreist. Hier gibt es weitere Informationen und das Pdf-Dokument zur unverbindlichen Vorabanmeldung zum Herunterladen.

Touristisches

In Ostthüringen liegt die zweitgrößte Stadt des Freistaates Thüringen, Gera. Gera ist eines der deutschen Speedskating-Zentren. Der Verein RSV Blau-Weiß Gera wurde 1991 gegründet und veranstaltet jedes Jahr die internationalen Geraer Rollsporttage.

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skate-IN-Magazin

Michaela Neuling

Events - Tests - Action - Sport
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Fax 0 76 61/9 88 32 9

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Willkommen

Ein herzliches Willkommen auf dem skate-In EM 2008-Portal allen Fans des Inline-Sports, allen aktiven Speedskatern, Pressevertretern und allen, die sich für die Europameisterschaften in Gera interessieren. Seit Sonntag dem 20. Juli kämpfen die besten europäischen Speedskater um Gold, Silber und Bronze. Bis zum 27. Juli werden mitreißende und spannende Wettkämpfe zu erleben sein. 

Auf dieser EM-Homepage informiert das skate-IN Magazin in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Roll- und Inlinesport-Verband (DRIV) über die aktuellen Ergebnisse und Hintergründe der deutschen Nationalmannschaft während der Europameisterschaft. Darüber hinaus informieren wir über die Entwicklungen in der Szene, über die Sportler und über alle Themen rund um Speedskating. Sowohl auf nationaler als auch auf internationaler Ebene wollen wir Ihnen und euch den Esprit der Speedskating-Szene näher bringen. Wir wünschen der deutschen Nationalmannschaft im Namen aller Speedskating Begeisterten viel Erfolg bei der Europameisterschaft.

Aktuelle Videos zu den Wettkämpfen unter www.skate-tv.de

Sportliche Grüße,

Michaela Neuling

3. Gold für Sabine Berg – 17 jährige begeistert Skater – Deutschland

Gera, 28. Juli. Einige Insider hatten es prognostiziert – Sabine Berg holt ihr 3. Gold beim Marathon. „Ich war sehr müde von der Meisterschaft, es fiel mir sehr schwer mich für das letzte Rennen der Meisterschaft zu motivieren,“ räumte Sabine Berg im nachhinein ein. Von Runde zu Runde kam dann allerdings ihre Motivation zurück. Das Rennen über 42,195 km verlief die meiste Zeit recht verhalten. Wenige Damen unternahmen Versuche sich von Feld abzusetzen und im Alleingang das Rennen zu gewinnen. Von außen betrachtet lief alles auf eine Sprintankunft des Hauptfeldes hinaus. Die Experten am Rand sollten recht behalten. Auf der langen Zielgeraden sucht sich Sabine Berg ihren Weg durch das Feld und übersprintete in der letzten Sekunde die Französin Justine Halbout, die lange auf Siegkurs gelegen hatte. Dritte wurde die Italienerin Giovanna Turchiarelli.

Das Herrenrennen war von mehr Spannung zwischendurch geprägt. Viele Athleten versuchten durch Attacken einen Abstand zum Hauptfeld zu bekommen. Diese Vorhaben wurden allerdings vereitelt, da zu viele verschiedene Teams daran interessiert waren die Ausreißer schnell wieder einzufangen. So kam es auch bei den Herren zu einer Sprintankunft, die der Franzose Yann Guyader für sich entscheiden konnte. In aussichtreicher Position liegend verpasste Nico Wieduwilt im Endsprint nur knapp den Sprung aufs Podest – Platz 5 für ihn – bestes Ergebnis für die Langstreckenspezialisten des deutschen Teams.

 Marathon Damen Marathon DamenMarathon Damen  Marathon Damen
 Marathon Herren Marathon Herren Marathon Herren Siegerehrung Marathon Sabine Berg

Staffelgold für die Deutschen Damen – Staffelbronze für die Herren

Gera, 26. Juli. Es ist schon ein Phänomen – gegen Ende der Meisterschaft laufen die deutschen Speedskater immer zu Höchstform auf. „Wäre schön, wenn die Meisterschaft mal so erfolgreich beginnen könnte, wie sie immer endet,“ äußerte Marion Kießling, langjährige Bundestrainerin der deutschen Speedskater, am Ende der Straßenwettkämpfe. 1x Gold und 1x Silber hatte das deutsche Team am Samstag bereits gewinnen können, man durfte gespannt sein, ob in den Staffelwettbewerben noch weitere Medaillen dazu kommen würden. Die Damen wollten es wissen. Noch auf einer Euphoriewelle schweben – 30 Minuten zuvor hatte Sabine Berg Gold gewonnen – und dem Willen die verpatzte Staffel von der Bahn besser zu laufen, gingen Tina Strüver, Jana Gegner und Sabine Berg auf die 5.000 m. Immer auf den vorderen Plätzen positioniert – ständig auf Angriffe der Gegner reagierend – und selber beherzt agierend – setzten sich die Damen gekonnt gegen die Konkurrenz durch. Aufgrund einer taktisch cleveren Fahrweise konnte Sabine Berg als erste auf die alles entscheidende letzte Runde gehen. Mit einem fulminanten Endsprint gelang es Sabine Berg diese Position bis uns Ziel zu halten – erneut Gold für sie und ihre Mannschaft.

Für die Herren gab es ein versöhnliches Ende. Die Langstreckenspezialisten blieben während der Meisterschaft hinter ihren Erwartungen zurück –  viel Pech, vor allem bei der Bahnstaffel, war im Spiel. Getrieben vom Willen doch noch eine Medaille mit nach Hause zu nehmen kämpften Pascal Ramali, Nico Wieduwilt und Felix Rijhnen wie sie bisher noch nicht während dieser Meisterschaft gekämpft hatten. Alle Kraft schienen die drei in dieses letzte Rennen auf der Straße zu investieren. Nico Wieduwilt wurde auf Platz 2 liegend auf die letzte Runde geschickt. 200 m vor dem Ziel war es ein Spanier, der Nico Wieduwilt unfair am Trikot zog und dem Deutschen somit den Schwung nahm. Auf der Zielgerade fehlte genau diese geraubte Kraft – erneut Platz 4 für Deutschland. Man kann die Enttäuschung nur schwer beschreiben, die der Deutschen Mannschaft und den Fans ins Gesicht geschrieben war. Doch dann die Durchsage des Sprechers Uwe Berg: "Deplatzierung des spanischen Teams aufgrund eines Fouls an Nico Wieduwilt hinter das deutsche Team." Das bedeutete Platz 3 für Deutschland – endlich die ersehnte Medaille – Jubel- und Begeisterungsstürme bei den Athleten und den Zuschauern. „Wie hatten schon nicht mehr daran geglaubt, wir waren so enttäuscht, kaum zu beschreiben wie glücklich wir jetzt mit der Bronzemedaille sind,“ so die drei Staffelläufer nach der Siegerehrung im Interview.

 Damen Staffel Straße Damen Staffel Straße Damen Staffel Straße Damen Staffel Straße
 Staffel Herren Straße Staffel Herren Straße Staffel Herren Straße Staffel Herren Straße

Die erste Goldmedaille für Deutschland – Sabine Berg überragend im Punkterennen

Gera, 26. Juli. Eine taktische und kämpferische Meisterleistung – anders kann man den Lauf der Sabine Berg im 10.000 m Punkterennen nicht beschreiben. „Wir hatten zwar eine gute Taktik, dass diese allerdings so erfolgreich umgesetzt werden könnte, hätte ich mir nicht erträumen lassen,“ so Sabine Berg überglücklich und noch ein wenig fassungslos nach ihrem fantastischen Lauf. Sie lief die europäische Spitze in Grund und Boden. Die am Ende zweitplatzierte Italienerin Arianna Arcidiacono hatte trotz Unterstützung ihrer Teamkolleginnen am Ende das Nachsehen. Sabine Berg musste dagegen in diesem Rennen auf die Hilfe ihres Teams verzichten. Lisa Kaluzni, eigentlich nur für den Sprint vorgesehen, konnte dem hohen Tempo nicht folgen und musste das Rennen vorzeitig verlassen. Auch Tina Strüver, die bisher durch mannschaftsdienliches Laufen positiv aufgefallen war, konnte Sabine Berg nicht entscheidend unterstützen. Sabine Berg kämpfte sich allein durch das Rennen – nutzte jede Situation im Rennverlauf taktisch geschickt für sich aus und sprintete in der letzten Runde sogar noch an der Niederländerin Elma de Vries vorbei, die sich einige Meter vom Feld abgesetzt hatte. „Die letzte Runde geht immer,“ äußerte sich Sabine Berg bereits zu beginn der Meisterschaft und behielt recht – wie die tobenden Zuschauer auf den Tribünen hautnah miterleben durften. „Es war fantastisch – normalerweise bekommt man die Zuschauer nicht mit, aber alle haben so laut angefeuert, dass ich noch mal extra Kraft in meinen Beinen spürte,“ so Sabine Berg über die Atmosphäre während ihres grandiosen Auftritts.

Bei den Herren lief es aus deutscher Sicht nicht wie geplant. Gleich zu Beginn des Rennens initiierte das französische Team einen Ausreißversuch, der es in sich hatte. Julien Sourisseau und Jan Guyader konnten mit einem überraschenden Antritt aus dem Läuferfeld heraus sofort einige Meter  zwischen sich und das Hauptfeld bringen. Offenbar unbeeindruckt von dem Angriff der Franzosen hatten die restlichen Läufer kein Interesse daran den beiden „Ausreißern“ zu folgen. Somit wuchs der Vorsprung der Franzosen stetig an und die beiden konnten die ersten Punktesprints für sich entscheiden. Viel zu spät reagierte das Hauptfeld – einzelne Läufer versuchten die französischen Läufer einzuholen  - ohne Erfolg. Auch den deutschen Läufer gelang es nicht wieder entscheidend in das Rennen einzugreifen. Gegen Ende des Rennens – die beiden Franzosen hatten inzwischen auf Platz 1 und 2 liegend uneinholbar alle Punkte gesammelt – entbrannte für den Rest des Feldes der Kampf um Platz drei, den der Italiener Davide Amabili für sich entschieden konnte. Nico Wieduwilt wurde mit Platz 10 bester Deutscher. „Wir haben nicht damit gerechnet, dass die Franzosen einen so erfolgreichen Angriff starten würden. Dann haben wir im entscheidenden Moment den Angriff versäumt und konnten dann am Ende nicht mehr wirkungsvoll in das Rennen eingreifen,“ so Nico Wieduwilt nach dem Rennen.

Damen 10.000 m Punkte Damen 10.000 m Punkte  Damen 10.000 m Punkte Damen 10.000 m Punkte
 Herren 10.000 m Punkte Herren 10.000 m Punkte Herren 10.000 m Punkte Herren 10.000 m Punkte

Silbermedaille über 500 m für Matthias Schwierz

Gera, 26. Juli. Der zweite Tag der Straßenwettkämpfe der Europameisterschaften sollte der erfolgreichste für das deutsche Team werden. Matthias Schwierz, der aufgrund einer langen Verletzungspause um den Start bei dieser EM bangen musste, schaffte den Sprung aufs Treppchen über die 500 m. Erfahrungsgemäß liegt dem Baden Württemberger die Straße besser – bisher hatte er jedes Jahr eine Medaille geholt, doch in diesem Jahr erwartete keine eine Medaille. Um so überraschender, dass es für den Sprinter doch noch zu einer Medaille gereicht hat. „Ich bin überglücklich. Ich habe gemerkt, dass es zu dieser Meisterschaft immer besser läuft und wollte nicht ohne Medaille nach Hause fahren,“ so Matthias Schwierz selbstbewusst nach seinem Silber – Lauf. Der junge Denis Dressel erreichte ebenfalls das Finale der besten 4 Sprinter über 500 m. Aufgrund einiger taktischer Defizite ein undankbarer 4. Platz am Ende für ihn. Bei den Damen sprinteten Jana Gegner und Sabine Berg nur Knapp am Finaleinzug vorbei. Auf Platz 5 und 6 liegend, mussten sie den drei Italienerinnen und einer Niederländerin bei deren Finallauf zuschauen.

 Damen 500 m Halbfinale Damen 500 m Halbfinale Damen 500 m Halbfinale Damen 500 m Halbfinale
 Herren 500 m Finale Herren 500 m Finale Herren 500 m Finale Herren 500 m Finale

Sabine Berg allein gegen starke Italiener und Franzosen, Herren mit geschlossener Teamleistung im Ausscheidungsrennen

Gera, 25. Juli. Die längste Strecke für die Damen bei der Straßen – Europameisterschaft ist das 15.000 m Ausscheidungsrennen. Jana Gegner, Tina Strüver und Sabine Berg bildeten, wie schon auf der Bahn, das Langstreckentrio. Das Team um Kapitän Sabine Berg formierte sich zu Beginn des Rennens in aussichtsreicher Position. Vor allem Tina Strüver überzeugte mit einer guten mannschaftsdienlichen Fahrweise und schied daher vorzeitig aus dem Rennen aus - Platz 15 am Ende für sie. Noch von den 200 m erschöpft, fand Jana Gegner zu keinem Zeitpunkt in das Rennen hinein und schied daher bereits nach der Hälfte der Strecke aus. Sabine Berg war nun gezwungen die zweite Hälfte des Rennens ohne Teamunterstützung bestreiten zu müssen. Mit unbändigem Kampfgeist und intelligenter Fahrweise gelang es ihr bis zum Schluss im Rennen zu bleiben und den Ausscheidungen zu entgehen. Die besten fünf Skaterinnen sprinteten nun in einer spannenden letzten Runde um den Titel. Allerdings hatte Sabine Berg während des Rennens bereits zu viele Federn lassen müssen, so dass sie im Ziel den 5. Platz erreichte. Respekt vor dieser kämpferischen Einzelleistung.

Bei den Herren klappte die Teamarbeit besser. Den überwiegenden Teil des 20.000 m Rennens zeigten alle drei gestarteten Athleten eine überzeugende Teamleistung. Nico Wieduwilt gelang es immer wieder sich und seine Mannschaft mit Pascal Ramali und Felix Rijhnen hinter dem starken französischen Team zu positionieren. Gegen Ende des Rennens machten die drei allerdings den Fehler sich zu lange hinter den Franzosen zu „verstecken“ und schieden dabei auf der langen Zielgeraden jeweils knapp aus, da sie von anderen Mannschaften übersprintet wurden und so keine Möglichkeit hatten zu überholen. „Ich war noch nicht geschafft, sehr ärgerlich, dass wir diesen Fehler gemacht haben. Aber es war immerhin mal eine gute Teamleistung, “ so Felix Rijhnen nach seinem Rennen. Nico Wieduwilt, der am längsten im Rennen blieb, belegte am Ende einen guten 8. Platz.

Damen 15.000 m Ausscheidung Damen 15.000 m Ausscheidung  Damen 15.000 m Ausscheidung Damen 15.000 m Ausscheidung
 Herren 20.000 m Ausscheidung Herren 20.000 m Ausscheidung Herren 20.000 m Ausscheidung Herren 20.000 m Ausscheidung

4. Platz für Jana Gegner über 200 m

Gera, 25. Juli. Der erste Tag der Straßen - Europameisterschaft begann für die Sprinter mit den 200 m. Wie schon auf der Bahn wurden in einem Vorlauf die Besten 12 Sprinter ermittelt, die am Abend noch einmal im Finale einzeln gegen die Zeit antreten mussten. Bei den Damen erreichten mit Jana Gegner, Lisa Kaluzni und Jakobine Wolf alle drei Damen das Finale. Die schnelle Berlinerin Jana Gegner verpasste dabei um wenige Zentimeter den Sprung auf das Siegerpodest und musste sich mit dem undankbaren 4. Platz zufrieden geben. Bei den Herren sorgte Matthias Schwierz für ein beachtliches Ergebnis. Nach einer langen Verletzungspause bestand vor einigen Wochen noch Zweifel, ob er überhaupt an der Meisterschaft teilnehmen kann. Mit einem 6. Platz über 200 m kann und muss er unter diesen Umständen mehr als zufrieden sein. Denis Dressel, der ebenfalls das Finale erreichte belegte Rang 10.

200 m Damen Straße 200 m Damen Straße 200 m Damen Straße
200 m Damen Straße
200 m Herren Straße
200 m Herren Straße
200 m Herren Straße
200 m Herren Straße

 

Großes Pech bei den Staffelwettbewerben

Gera, 23. Juli. Sowohl bei den Damen als auch bei den Herren wollte das Glück nicht so recht auf der Seite der Deutschen verweilen. Die deutsche Damenstaffel lag sicher auf einem Medaillenplatz bis Lisa Kaluzni eine Runde vor Schluss unglücklich stürzte und alle Medaillenträume binnen Sekunden platzen ließ. In den Gesichter von Jana Gegner und Sabine Berg, die zum Aufgebot der deutschen Damenstaffel gehörten, war große Enttäuschung zu erkennen. Trotz dieses Sturzes, der jedem hätte passieren können, halten die drei Damen weiterhin stark zusammen. Sie wollen auf dem Straßenkurs beweisen, dass sie zurecht als Favoritinnen auf den Staffeltitel gehandelt werden.

Bei den Herren stürzte zwar keiner der deutschen Läufer, allerdings musste sich Schlussläufer Nico Wieduwilt dem schnellen Spanier um ein paar 1000stel Sekunden geschlagen geben.  Pascal Ramali, Felix Rijhnen und Nico Wieduwilt sind trotz dieser knappen Niederlage guter Dinge und blicken optimistisch auf die am Freitag beginnenden Straßenwettbewerbe.

 Staffel Damen 3.000 m Staffel Damen 3.000 mStaffel Damen 3.000 m  Staffel Damen 3.000 m
 Staffel Herren 5.000 m Staffel Herren 5.000 m Staffel Herren 5.000 m Staffel Herren 5.000 m

Rangeleien im Ausscheidungsrennen – in Europa geht es hart zu Sache

Gera, 23. Juli. Mit zwei Verwarnungen, abgerissener Startnummer und losgelöster Funkverbindung musste Nico Wieduwilt das 15.000 m Ausscheidungsrennen vorzeitig verlassen. „Es war ein sehr hartes Rennen – in diesem Jahr kommt es mir besonders schlimm vor,“ äußerte sich Nico Wieduwilt nach dem Rennen im Interview. Die Teamleistung hat gestimmt, Victor Vilking und Pascal Ramali unterstützten ihren Kapitän über viele Runden. Das deutsche Team suchte die Flucht nach vorn. Von Beginn an zeigten sie sich in geschlossener dreier Formation auf den vorderen Positionen. Bis 12 Runden vor Schluss konnte Pascal Ramali seinen Kapitän gegen die rustikale Fahrweise der Italiener, Franzosen und Spanier abschirmen, dann schied er aus dem Rennen aus. Bereits in der nächsten Runde musste sich auch Nico aus dem Feld verabschieden und das restliche Rennen mit seinen Kollegen aus dem Innenfeld heraus betrachten. Es wurde sehr viel gedrängelt und geschoben, beklagten nicht nur die deutschen Sportler – nichts desto trotz müssen sich die deutschen Herren auf dem Straßenkurs noch besser formieren, um das geplante Ziel – Top 5 – zu erreichen.

Bei den Damen war es erneut die junge Sabine Berg, die sich am längsten vor der Ausscheidung „retten“ konnte. Den überwiegenden Teil des Rennens wurde sie von ihren Teamkolleginnen Tina Strüver und Jana Gegner unterstützt. Die letzten 8 Runden sollten allerdings sehr anstrengend werden. Ohne Unterstützung – ihre beiden Helfer waren mit Platz 9 und 10 ausgeschieden - musste Sabine Berg gegen jeweils drei Läuferinnen aus Italien und Frankreich ankämpfen – mit wenig Erfolg. Die Stärke der Teams war zu dominant, als dass eine einzelne Läuferin etwas hätte ausrichten können. So belegte Sabine Berg einen beachtlichen 6. Platz in diesem sehr selektiven Rennen.


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Bronzemedaille über 1.000 m für Sabine Berg

Gera, 23. Juli. „Ich bin sehr glücklich, dass ich in meinem ersten Jahr bei den Aktiven schon eine Medaille erlaufen konnte,“ so Sabine Berg nach dem 1.000 m Finale. Aufgrund der schlechten Wettersituation mussten die Wettbewerbe am Dienstag ausfallen. Bis in die Abendstunden hinein hatte sich das Kampfgericht die Absage der Rennen vorbehalten, um schließlich die Rennen doch auf den nächsten Vormittag zu verschieben. Somit lag am gestrigen Mittwoch ein Mammutprogramm vor den Sportlern. Der lange Mittwoch begann mit dem 1.000 m Lauf, der für die Damen zunächst nicht nach einem erfolgreichen Ende aussah. Sabine Berg und Jana Gegner, die sich für das Finale qualifiziert hatten, waren gleich nach dem Start an den beiden letzten Positionen. Trotz zahlreicher Überholmanöver gelang es den deutschen Damen nicht die Konkurrenz zu überholen. Erschöpft von diesen Attacken musste Jana Gegner sich geschlagen geben und landete am Ende auf Platz 5. Sabine Berg, die sich im Windschatten ihrer Teamkollegin etwas schonen konnte, nutzte ihre Sprintstärke auf der letzten Runde und konnte sich schließlich gegen die Italienerin Erika Zanetti durchsetzen. Platz 3 hinter Nicoletta Falcone und Elma de Vries – ein glückliches Ende aus deutscher Sicht nach diesem spannenden Rennen. Das Herrenfinale fand ohne deutsche Beteiligung statt. Felix Rijhnen und Etienne Ramali erreichten das Halbfinale, konnten sich allerdings nicht gegen die starken Franzosen durchsetzen und verpassten knapp den Einzug ins Finale. Platz 11 und 14 für die beiden jungen deutschen Speedskater – Verbesserung auf dem Straßenkurs ist möglich.

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Sabine Berg verfehlt die Bronzemedaille um einen Punkt

Gera, 21. Juli. Auf der Ausdauerdistanz, den 10.000 m Punkte/Ausscheidung, konnte sich die junge Sportlerin Sabine Berg trotz einer missglückten Teamtaktik hervorragend gegen die europäische Konkurrenz durchsetzen. Jana Gegner sollte die Rolle des Kapitäns auf dieser Distanz übernehmen, konnte gestern allerdings nicht ihre gewohnt starke Leistung in Punkterennen abrufen. Nach der Hälfte der Distanz war Sabine Berg auf sich allein gestellt, da auch Tina Strüver, bereits durch taktische Aufgaben für Jana Gegner erschöpft, vorzeitig ausscheiden musste. Bravourös meisterte Sabine Berg die verbleibenden Runden ohne ihr Team und setzte sich gut gegen die starken Italienerinnen und Französinnen durch. Obwohl Sabine Berg den Zielsprint gewann, reichte die, während des Rennens gesammelte, Punktzahl nicht für das Siegertreppchen aus. „Wenn das Team in den nächsten Rennen noch besser zusammenarbeitet und die richtige Taktik wählt, dann bin ich mir sicher, dass eine Medaille für uns drin ist“, so Sabine Berg nach ihrem ersten Rennen bei den Aktiven Damen.

Bei den Herren sorgte das deutsche Team gleich von Beginn an für höchste Spannung. Der junge Felix Rijhnen sprintete bereits in den ersten Runden erfolgreich um Punkte. Er konnte zwischenzeitlich sogar einige Meter zwischen sich und das Hauptfeld bringen, was die Zuschauer auf der Tribüne in stürmische Begeisterung versetzte. Allerdings musste er im weiteren Verlauf des Rennens dieser anstrengenden Aktion Tribut zollen und schied vorzeitig aus. Nico Wieduwilt, der mit vielen Aktionen für seinen Kapitän Pascal Ramali positiv überzeugte, musste allerdings nach dreiviertel der Strecke das Rennen verlassen. Pascal Ramali versuchte nun ohne die Unterstützung seiner Teamkollegen unter die letzten fünf, im  Rennen verbleibenden, Sportler zu kommen. Das Tempo war allerdings zu hoch und so musste auch Pascal Ramali den finalen Zielsprint aus dem Innenfeld betrachten. Insgesamt waren die Herren mit ihrer Leistung einigermaßen zufrieden. „Seit vielen Jahren war das die beste Leistung in einem solchen Rennen“, äußerte sich Pascal Ramali optimistisch. Für die kommenden Rennen, vor allem für das Ausscheidungsrennen, sehen die drei Ausdauerathleten gute Chancen unter die Top 5 zu kommen.

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 Punkte/Ausscheidung Punkte/Ausscheidung Punkte/Ausscheidung Punkte/Ausscheidung

Deutsche Sprinter sind zuversichtlich für die kommenden Wettkämpfe

Gera, 21. Juli. „Der erste Tag der europäischen Titelkämpfe begann für das deutsche Team gemäß den Erwartungen“, so der Bundestrainer der deutschen Nationalmannschaft Arnaud Gicquel. Zum Auftakt der langen Meisterschaftswoche standen für die Sportler die 300 m Einzelsprints und die 10.000 m Punkte/Ausscheidungsrennen auf dem Programm. Die Sprinter Matthias Schwierz und Denis Dressel erreichten auf der Königsdisziplin der Sprinter Platz 9 und 10. Beide gaben sich nach ihren Rennen zufrieden und sehen für die weitere Meisterschaft Potential auf den Sprintdistanzen in den Kampf um die Medaillen einzugreifen. Beachtlich ist vor allem die Leistung von Matthias Schwierz, der sich nach einer langen Verletzungspause innerhalb kürzester Zeit zurück in die europäische Spitze gekämpft hat. Der junge Etienne Ramali, der vor drei Wochen in Jüterbog den deutschen Meistertitel über diese Distanz errang, kam nicht über die Qualifikation hinaus und belegte Platz 21.

Bei den Damen erreichten Jana Gegner und Lisa Kaluzni den finalen Sprint. Allerdings verzichtete Jana Gegner auf den Start im Finale, um sich für die 10.000 m zu schonen. Lisa Kaluzni belegte wie im letzten Jahr Platz 8. Nach ihrem ersten Rennen dieser Meisterschaft sagte sie: „Ich bin zufrieden mit diesem Resultat. Ich bin keine reine Sprinterin, die 500 m und die 1000 m liegen mir besser, da möchte ich zeigen, was ich kann.“  Jakobine Wolf, die beiden Deutschen Meisterschaften mit ihrem dritten Platz über die 300 m für eine Überraschung sorgte, belegte bei ihrer ersten Europameisterschaft Platz 14.

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Die europäischen Titelkämpfe sind eröffnet

Am gestrigen Sonntag fand die offizielle Eröffnungsveranstaltung der Europameisterschaften im Speedskating in statt. Vor einem begeisterten Publikum liefen 150 Sportler aus 21 Nationen im Speedskating – Stadion der Otto – Dix Stadt Gera ein. Schirmherr der Veranstaltung ist der parlamentarische Staatssekretär des Bundesministeriums des Inneren Dr. Christoph Bergner. Zahlreiche Medienvertreter berichteten von der Auftaktveranstaltung einer spannenden Speedskating Woche. Dr. Wieland Kögel, Cheforganisator der Meisterschaft, zeigte sich zufrieden mit der gestrigen Eröffnungsfeier. Alle Beteiligten des ausrichtenden Vereins RSV – Blau – Weiß Gera e.V. haben gezeigt, was allein mit ehrenamtlicher Tätigkeit und viel Engagement für den Speedskating Sport auf die Beine gestellt werden kann. Nun liegt es an den Sportlern der deutschen Nationalmannschaft im Verlauf dieser Woche dafür zu sorgen, dass die Meisterschaft auch in sportlicher Hinsicht ein voller Erfolg wird.

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Das Nationalteam ist komplett - Bundestrainer treffen bei den Deutschen Meisterschaften die endgültige Entscheidung

Youngsters Sabine Berg und Felix Rijhnen erfolgreichste Sportler bei den Deutschen Meisterschaften in Jüterbog.

Die Deutschen Meisterschaften am vergangenen Wochenende hätten vor allem bei den Aktiven Herren spannender nicht verlaufen können. Für die erste positive Überraschung sorgte der junge Groß Gerauer Etienne Ramali im 300m Einzelsprint – er siegte in einer hervorragenden Zeit von 25,886 Sekunden vor Denis Dressel. Platz 3 erkämpfte sich Mathias Schwierz, der nach einer langen, verletzungsbedingten Pause souverän den Weg zu den besten Sprintern Deutschlands zurückfand. Mit dem klaren Sieg über die 500 m ließ er keinen Zweifel aufkommen, dass er die Nummer eins der deutschen Sprinter ist. Seiner Favoritenrolle gerecht wurde Felix Rijhnen. Mit drei Goldmedaillen (1.500 m; 5.000 m P; 20.000 m A) zeigte der Darmstädter der deutschen Konkurrenz mit jugendlicher Unbeschwertheit, dass er in Topform ist. Nico Wieduwilt, der seit vielen Jahren die Herrenkonkurrenz entscheidend mitbestimmt, überzeugte mit einer Goldmedaille über die 5.000 m und mit zwei Silbermedaillen über 1.500 m und 500 m. Zum Kreis der Nominierten für die EM gehören außerdem Viktor Wilking und Pascal Ramali. Beide konnten auf den Langstrecken überzeugen, so dass einer Nominierung für die Nationalmannschaft nichts mehr im Wege stand.

Die Damenkonkurrenz wurde klar von Sabine Berg dominiert. Mit fünf Goldmedaillen war sie die erfolgreichste Sportlerin dieser Deutschen Meisterschaft. Sie gewann die 500 m, 1.000 m, 3.000 m, 5.000 m P und die 10.000 m A. Nur über die 300 m musste sie der Berlinerin Jana Gegner den Vortritt lassen. Jana Gegner konnte allerdings sowohl am Samstag als auch am Sonntag nicht an den Start gehen, da sie mit ihrem Team bei dem Weltcup – Rennen in St. Moritz an den Start gehen musste. Für eine Überraschung sorgte die junge Jakobine Wolf. Nach einigen verletzungsbedingten Jahren, hat sie nun erfolgreich den Anschluss an die Deutsche Spitze geschafft. Mit den dritten Plätzen über 300 m und 500 m überzeugte sie die Bundestrainer und gehört nun zum aktuellen Aufgebot der Nationalmannschaft. Tina Strüver überzeugte mit drei Silbermedaillen in gewohnt starker Form vor allem über die längeren Distanzen. In das Nationalteam der Damen schaffte es schließlich auch Lisa Kaluzni. Sie sicherte sich insgesamt vier Medaillen bei den Deutschen Meisterschaften.

Weitere Informationen zur Deutschen Meisterschaft unter: www.driv-speedskating.de

Deutsche Meisterschaft der Aktiven in Jüterbog vom 27.-29.06.2008

Der Countdown läuft – noch 23 Tage bis zur Europameisterschaft in Gera.

Am kommenden Wochenende besteht für die Sportler die letzte Möglichkeit in den Kader der deutschen Nationalmannschaft aufgenommen zu werden. Bundestrainer Arnaud Gicquel und Co-Trainer Tobias Heinze werden genau hinschauen, wer das Potential hat bei der Europameisterschaft in Gera die deutschen Farben würdig zu vertreten. „Eine Vorauswahl ist bereits getroffen“ – so Tobias Heinze in einem Interview im Mai. Die Konkurrenz ist vor allem bei den Herren enorm groß, so dass es keine leichte Aufgabe für die Bundestrainer sein wird die richtige Entscheidung zu treffen. Die Wettkämpfe beginnen am morgigen Freitag mit den 300 m. Es wird sich also bereits morgen zeigen, wer die schnellsten Skater in Deutschland 2008 sind. Im letzten Jahr gewann bei den Herren Matthias Schwierz. Bei den Damen war Jana Gegner die Schnellste. Auch in diesem Jahr gilt sie als Favoritin auf den Titel. Am Samstag haben die Sportler ein Mammutprogramm zu absolvieren. Es stehen die 500 m, eine Mittelstrecke (3.000 m bei den Damen und 5.000 m bei den Herren) und eine Langstrecke (10.000 m Ausscheidung bei den Damen und 20.000 m Ausscheidung bei den Herren) auf dem Plan. Der abschließende Sonntag ist bekanntlich der härteste Tag. Bereits erschöpft von den beiden ersten Wettkampftagen kämpfen die Athleten im harten Punkterennen um die Medaillen (Herren 10.000 m Punkte; Damen 5.000 m Punkte). Nur die Stärksten haben in diesem Rennen noch eine Chance zu siegen. Titelverteidiger aus dem Vorjahr sind hier Toni Deubner bei den Herren und Jana Gegner bei den Damen. Krönenden Abschluss der Deutschen Meisterschaft bilden die Staffelrennen. Die letzten Energiereserven werden in diesem prestigeträchtigen Kampf für den Verein und seine Mannschaftskameraden geopfert.

Ergebnisse aus dem letzten Jahr:

Strecken

Damen 1. Platz

Herren 1. Platz

300 m Einzelstart

Jana Gegner (Berlin)

Matthias Schwierz (Tuttlingen)

500 m

Sabine Berg (Gera)

Matthias Schwierz (Tuttlingen)

1.000 m (Damen) /

1.500 m (Herren)

Jana Gegner (Berlin

Matthias Schwierz (Tuttlingen)

3.000 m (Damen) /

5.000 m (Herren)

Jana Gegner (Berlin)

Felix Rijhnen (Darmstadt)

5.000 m P (Damen) /

10.000 m P (Herren)

Jana Gegner (Berlin)

Toni Deubner (Eisenach)

10.000 m A (Damen) /

20.000 m A (Herren)

Michaela Neuling (Gera)

Pascal Ramali (Groß Gerau)

 

Es gibt noch Hoffnung – Interview mit Tobias Heinze Co-Trainer der deutschen Nationalmannschaft über den Kampf um die Teilnahme an den Europameisterschaften

skate-IN: Die ersten rennen der Saison sind vorbei. Wie schlagen sich die deutschen Sportler bisher auf internationalen Vergleichswettkämpfen?

Tobias Heinze: Vor allem die Damen schlagen sich sehr gut. Das Team, bestehend aus Jana Gegner, Tina Strüver, Lisa Kaluzni und Sabine Berg haben bisher gute bis sehr gute Teamleistungen gezeigt. Sowohl beim Kriterium in Groß Gerau als auch beim Länderkampf in Pamplona zeigten die Damen, dass sie international auf dem richtigen Weg sind. Bei den Herren sind es vor allem Nico Wieduwilt, Pascal Ramali, Felix Rijnen und Toni Deubner, die bisher als Team die besten Chancen im internationalen Vergleich hatten. Mit ein bisschen mehr Selbstvertrauen haben auch die Herren gute Chancen bei der EM. Bei den Sprintern überragt momentan Denis Dressel aus Gera die nationale Konkurrenz. Er lief zum Sprinttest in Gera erstmalig eine hervorragende Sprintzeit unter 26sek.

skate-IN: Sind die Tickets für die Teilnahme an der Europameisterschaft schon vergeben oder gibt es noch große Fragezeichen wer nominiert wird?

Tobias Heinze: Ich denke das Kernteam ist bereits gesetzt. Jeder, der die Wettkämpfe bisher verfolgt hat, erkennt um wen es sich bei diesen Sportlern handelt. Sicher gibt es aber auch noch Fragezeichen. Für den einen oder anderen Sportler besteht noch Hoffnung den Sprung ins Team zu schaffen. Die endgültige Bekanntgabe der Nominierten erfolgt nach der Deutschen Meisterschaften am 29. Juni.

skate-IN: Wie sieht die weitere Vorbereitung der Sportler aus? Gibt es Vorgaben seitens der Bundestrainer zum Trainingsablauf oder zur Wettkampfplanung?

Tobias Heinze: Von unserer Seite gibt es keine Vorgabe. Wir geben den Sportlern Tipps, wie sie sich in den 4-5 Wochen vor der EM noch verbessern können. Im Grunde sind wir mit dem aktuellen Trainingsstand sehr zufrieden. Die Marathonrennen, die einige Sportler aufgrund ihrer Teamverpflichtung bestreiten müssen, sind in Ordnung. Nach der Deutschen Meisterschaft findet vom 7.-11. Juli eine Vorbereitungswoche in Gera statt. Anschließend dürfen die Sportler noch mal nach Hause und ab 17. Juli werden die Athleten dann in Gera sein, um sich mental auf die EM vorzubereiten.

Deutsche Nationalmannschaft bestes europäisches Team beim Länderkampf in Pamplona

Beim 52. Circuito Internacional San Antonio in Pamplona erzielten die deutschen Sportler gegen die starke Konkurrenz aus den Niederlanden, Australien, Frankreich, Belgien, Kolumbien, Argentinien, Portugal, Spanien, Neuseeland und Venezuela hervorragende Ergebnisse. Auf der schnellen 200m Bahn in Norspanien hatten die Athleten ein Mammutprogramm zu absolvieren – 8 verschiedene Distanzen mit entsprechenden Vor- und Zwischenläufen – verlangten den Sportlern eine Menge ab. Bei den Damen vertraten Sabine Berg (Gera), Jana Gegner (Berlin) und Tina Strüver (Halle) die deutschen Farben. In der Herrenkonkurrenz gingen Toni Deubner (Eisenach), Pascal Ramali (Groß-Gerau), Felix Rijhnen (Darmstadt) und Nico Wieduwilt (Gera) an den Start. Tobias Heinze, Co – Trainer der deutschen Nationalmannschaft, zeigte sich zufrieden mit dem Einsatz der Athleten. Bei den Damen siegte Jana Gegner über die 1000m und Sabine Berg sorgte mit einem 2. Platz im 10000m Ausscheidungsrennen für eine große Überraschung. Tina Strüver unterstütze ihre Mannschaftskameradinnen hervorragend, so dass eine geschlossene Teamleistung zustande kommen konnte. Mit den ausgezeichneten Resultaten darf man zur EM viel von dem deutschen Damenteam erwarten. Bei den Herren war es vor allem Nico Wieduwilt, der sich mit Topplatzierungen positiv in Szene setzte. Im 10000m Ausscheidungsrennen gelang ihm mit Platz 3 der Sprung aufs Siegerpodest. „Ich bin zufrieden mit dem Wettkampf am Wochenende, aber bis zur Europameisterschaft ist es noch ein Stück Arbeit“, äußerte sich Nico Wieduwilt ein paar Tage nach dem Wettkampf in Spanien. Pascal Ramali und Felix Rijhnen bestätigten ebenfalls mit guten Platzierungen, dass sie im kommenden Juli zum Favoritenkreis bei der Europameisterschaft gehören.

Interview mit Dr. Barbara Fischer

Dr. Barbara Fischer ist Vorstandsmitglied der Sportkommission Speedskating im DRIVE. 1991 wurde sie als aktive Sportlerin Weltmeisterin mit der Staffel - damals noch auf den klassischen Rollschuhen. Seit 1991 ist sie internationale Kampfrichterin. Seit vielen Jahren ist sie bei nahezu jedem Großevent im Inline-Speed-Skating als Kampfrichterin unentbehrlich - so auch in diesem Jahr zur Europameisterschaft in Gera.

skate-IN: Sie sind dem Rollsport seit vielen Jahren treu. Was hat sie damals als erfolgreiche Sportlerin fasziniert und was begeistert sie heute?

Barbara Fischer: Geschwindigkeit, Aktion, und der dynamische und ästhetische Bewegungsablauf – damals wie heute sind genau das die Eigenschaften des Sports, die mich faszinieren und begeistern.

skate-IN: Wie hat sich aus ihrer Sicht die Sportart gewandelt – von den Rollschuhen zu den heutigen Speedskates – ist der Sport professioneller geworden?

Barbara Fischer: Der Sport entwickelt sich in eine positive Richtung. Vergleicht man die heutigen Wettkämpfe mit den damligen so ist alles professioneller geworden. Nicht nur das Training, die Sportler und der sportliche Wettkampf, sondern auch das gesamte Umfeld, in dem die Wettkämpfe stattfinden.

skate-IN: Glauben Sie, dass die Europameisterschaft in Gera eine Chance bietet den Sport in Deutschland populärer zu machen?

Barbara Fischer: Bei entsprechender PR-Arbeit in Vorfeld und in der Nachbereitung der Veranstaltung bietet eine Meisterschaft von internationalem Format eine gute Gelegenheit Aufmerksamkeit in den Medien zu schaffen. Um den Sport international zum Durchbruch zu verhelfen, vor allem in Hinblick auf kommende olympische Spiele, ist es nötig, dass es ein standardisiertes Veranstaltungsniveau bei allen Speedskating Wettbewerben gibt. Der Sport muss überall in der gleichen Qualität präsentiert werden. Das bedarf Anstrengungen aller Akteure des Speedskating - Sports.

Grandioser Start in die Saison

Die erste Hürde im Kampf um die begehrten Europameisterschaftstickets ist genommen. Beim internationalen Speedskating Kriterium in Groß Gerau konnten sich die deutschen Sportler gegen die hochkarätige internationale Konkurrenz überzeugend durchsetzen. Allen voran Sabine Berg, die ihre erste Saison bei den Damen bestreitet, schockte die Konkurrenz mit ihrer Power. Platz 3 in der Gesamtwertung, hinter zwei Weltklasseathletinnen aus Kolumbien, ist das hervorragende Resultat des Wochenendes. Bei den Damen präsentierte sich Tina Strüver ebenfalls in einer guten Form. Mehrere Monate hartes Training in Neuseeland wirken sich offenbar positiven aus – ein ausgezeichneter 11. Rang für sie am Wochenende in Groß Gerau. Einen beachtlichen Teamerfolg konnten Sabine Berg und Tina Strüver gemeinsam mit Franziska Neuling feiern – Platz 2 im abschließenden Staffelrennen. Bei den Herren war es erneut der Geraer Nico Wieduwilt, der bei den deutschen Herren die besten Resultate erzielte. Mit einem 5. Rang in der Gesamtwertung ist er auf dem richtigen Weg im Hinblick auf die Europameisterschaft im Juli in Gera. Felix Rijnen, der seine erste Saison bei den Herren bestreitet, präsentierte sich ebenfalls in überzeugender Form. Offenbar scheint ihm der Wechsel in die Aktivenklasse ohne große Probleme gelungen zu sein. Platz 8 in der Gesamtwertung zeigt, dass man viel von ihm erwarten darf. Tony Deubner belegte zusammen mit Nico Wieduwilt und Felix Rijnen im Staffelrennen den 3. Platz. Mit diesem Ergebnis gehört das deutsche Team in den Kreis der Favoriten bei der anstehenden Europameisterschaft.

Erste Bewährungsprobe für Nationalmannschaft

Am kommenden Wochende (26./27.04.) findet in Groß Gerau das 30. internationale Speedskating-Kriterium statt. Für die deutschen Sportler ist es das erste große Kräftemessen mit der internationalen Konkurrenz. In den hochklassig besetzten Starterfeldern der Aktiven- und Juniorenklassen können sich die deutschen Sportler erste Pluspunkte im Rennen um die Europameisterschaftsteilnahme sichern. Arnaud Chiquel, Bundestrainer der Aktiven Damen und Herren hat vorläufige Teams zusammengestellt, die die Nationalfarben am Wochenende vertreten werden. Bei den Damen kämpfen Sabine Berg, Franziska Neuling, Lisa Kaluzni und Tina Strüver gemeinsam gegen die Konkurrenz. Bei den Aktiven Herren sind für die Rennen am Wochenende Toni Deubner, Albrecht Döring, Dennis Dressel, Nico Wieduwilt, Boris Hahn, Pascal Ramali, Victor Wilking, Felix Rijnen, Etienne Ramali und Patrick Täubrecht nominiert.